Abhängigkeiten

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Ich bin zigaretten-, alkohol- oder drogensüchtig. An welche Hilfs- und Präventionsdienste kann ich mich wenden?


Grundsätzlich kann man von jedem Produkt oder jeder Tätigkeit abhängig werden, das/die Vergnügen bereitet oder andere intensive Gefühle vermittelt. Deshalb gibt es viele mögliche Formen der Gewöhnung. Wenn man von „Abhängigkeiten“ spricht, denken die meisten Leute sofort an illegale Drogen wie Cannabis, Kokain oder Heroin. Es gilt aber ebenfalls für legale Drogen wie Tabak, Alkohol und Medikamente. Abhängig werden kann man auch vom Spiel, vom Internet (Chat, Spiele), von Sex, Shopping, Nahrungsmitteln (Süßigkeiten...), Fernsehen usw.

Der Besitz und der Gebrauch gewisser Produkte (Ecstasy, Kokain, Heroin… und auch Cannabis!) kann Strafverfolgungen nach sich ziehen, unabhängig davon, ob der Bürger seinen Konsum unter Kontrolle hat oder nicht.

UNTERSCHIED ZWISCHEN GEBRAUCH UND MISSBRAUCH
Nicht jeder Gebrauch legaler oder illegaler Drogen ist notwendigerweise problematisch. Jemand, der ein Glas Alkohol trinkt, ist nicht unbedingt ein Alkoholiker, der auf das Trinken nicht mehr verzichten kann.

Gewöhnlich unterscheidet man vier Arten des Gebrauchs der Substanzen, wenngleich sich die Grenzen zwischen ihnen nicht immer leicht ziehen lassen:

  • Bekanntschaft, Experimentieren und unregelmäßiger Konsum. 
  • Regelmäßiger Konsum. 
  • Problematischer Konsum. 
  • Missbrauch oder Abhängigkeit (Gewöhnung, Sucht).

Nicht immer hat man eine realistische Vorstellung von seinem eigenen Konsum. Manchmal glaubt man, ihn im Griff zu haben, obwohl dies nicht der Fall ist. Zudem kann selbst der beherrschte Konsum von Suchtmitteln in der Umgebung des Konsumenten Angst oder Verzweiflung auslösen.

GEBRAUCH BEDEUTET NICHT NOTWENDIGERWEISE MISSBRAUCH
Nicht alle Personen, die Drogen konsumieren, werden automatisch süchtig. Einige von ihnen hören eine Zeit lang mit dem Konsum auf, konsumieren zwar weiter, aber beispielsweise nur abends bei geselligen Anlässen, oder verringern ihren Konsum, ohne zum „nächsthöheren Stadium“ überzugehen. Andere wiederum sehen sich aufgrund ihres Konsums mit Problemen überhäuft. Alles hängt von den Merkmalen des Produkts, aber auch von der konsumierenden Person ab, sowie von den Umständen, unter denen sie konsumiert. Missbrauch oder Abhängigkeit können in Wechselbeziehung zu gewissen geistigen Pathologien oder einer Situation sozialen Elends stehen. Neben den Suchtrisiken kann der Konsum gewisser Substanzen mit anderen Risiken für die Gesundheit, das Studium, die Arbeit, die Beziehungen usw. einhergehen.

WENN SIE AUFHÖREN MÖCHTEN - DARÜBER REDEN  IST DER ERSTE SCHRITT
Wenn Sie sich süchtig nach einem Produkt oder einer Aktivität fühlen, beginnen Sie, mit jemandem (Freund, Arzt, Sozialarbeiter usw.) darüber zu reden. Sie können sich auch vollkommen anonym an einen der nachstehend erwähnten spezialisierten Dienste wenden.  Setzen Sie sich aber auf jeden Fall mit Ihrem Arzt in Verbindung. Er kann Sie an die richtige Adresse verweisen! 

Arbeitsgemeinschaft für Suchtvorbeugung und Lebensbewältigung (ASL)
Klosterstraße 3
4700 Eupen
Belgien
Tel. 087 74 36 77
asl@skynet.be
www.asl-eupen.be

Infor-Drogues
Rue du Marteau 19
1000 Brüssel
Tel. 02 227 52 52 (Bereitschaftsdienst rund um die Uhr, unter Wahrung der Anonymität)
Tel. 02 227 52 61 (Abteilung Prävention)
courrier@infor-drogues.be (für administrative und berufliche Kontakte)
www.infor-drogues.be (für alle Fragen gibt es einen e-Bereitschaftsdienst)

Alcooliques Anonymes (Anonyme Alkoholiker)
Boulevard Clovis 81
1000 Brüssel
Tel. 078 15 25 56 (7T/7, 24h/24)
Tel. 02 511 40 30 (Sekretariat)
Bsg@alcooliquesanonymes.be
www.alcooliquesanonymes.be

Fonds des Affections Respiratoires (FARES)
(Prävention des Tabakmissbrauchs)
Rue de la Concorde 56
1050 Brüssel
Tel. 02 12 29 36
bibliotheque@fares.be
www.fares.be