Wie kann ich mich vor Betrügereien schützen? Wie erkenne ich sie? Worauf muss man vor allem achten?
Ziel des Betrügers ist es, Ihnen Geld zu stehlen oder sich Ihrer Identität zu bemächtigen, um in Ihrem Namen zu handeln. Viele Betrüger sind international organisiert und nutzen das Internet, Besuche an der Haustür, die Post und das Telefon, um mit Ihnen in Kontakt zu treten. Der beste Schutz besteht darin, Angebote abzulehnen - auch wenn sie noch so verlockend sind (Wunderprodukte, leicht zu Geld kommen, usw.) - und keine persönlichen Informationen weiterzugeben. Bestimmte Betrügereien setzen Ihre Mittäterschaft voraus. In einem solchen Fall werden Sie wahrscheinlich zögern, Anzeige zu erstatten. Beispiele sind illegale Pyramidenspiele oder falsche Rechnungen, die man Sie auszustellen bittet, um Kapital aus dem Land zu schaffen.
TECHNIKEN
Betrüger manipulieren Sie und versuchen, Ihre Wachsamkeit zu verringern und Sie zu veranlassen, nach ihrem Willen zu handeln:
- Sie sind liebenswürdig, schmeichlerisch und machen Sie glauben, dass sie Ihr Bestes wollen. Oder sie geben sich aggressiv, drohen, bedrängen Sie z.B. per Telefon, usw.
- Ihre Briefe und Broschüren können sehr professionell wirken.
- Sie sind überzeugend, haben auf alles eine Antwort und geben nicht ohne weiteres auf, wenn der Kontakt einmal hergestellt ist.
- Sie drängen Sie, sich sofort zu entscheiden, indem sie Ihnen alle möglichen zusätzlichen Vorteile anbieten.
Ihre falschen Versprechungen gaukeln Ihnen große finanzielle Gewinne vor:
- Sie sind der Hauptgewinner einer Lotterie, an der Sie nie teilgenommen haben.
- Sie erhalten exklusiv die Gelegenheit, in ein System einzusteigen, mit dem man leicht viel Geld verdient.
- Sie erhalten Anteile, indem Sie helfen, Geld in Sicherheit zu bringen (Erbe, Kapital, usw.).
- Sie wurden ausgewählt, Ihr Geld ohne Risiko und mit garantierter hoher Rendite anzulegen.
Nachdem sie Ihr Vertrauen gewonnen haben, verlangen sie von Ihnen:
- die Zahlung eines Vorschusses, um Verwaltungskosten, Steuern, usw. zu finanzieren;
- die Mitteilung Ihrer Bankverbindung, Ihrer Kreditkartennummer oder anderer persönlicher
Informationen (Personalausweisnummer, Nationalregisternummer, usw.); - eine kostenpflichtige 0900er oder 0903er Nummer anzurufen, unter der Sie letzten Endes nur falsche Dienstleistungen erhalten;
- eine Software herunterzuladen, die angeblich kostenlos ist, sich aber als kostenpflichtiger Dialer erweist;
- etwas zu kaufen, um Ihre Chancen zu erhöhen, einen wertvollen Preis zu gewinnen.
EINIGE RATSCHLÄGE
- Fragen Sie sich, ob es nicht seltsam ist, wenn ein Wildfremder Ihnen so viel verspricht.
- Nehmen Sie sich die Zeit, die Angaben Ihres Gesprächspartners zu überprüfen. Betrüger verwenden oft eine Postfachnummer als einzige Kontaktadresse oder die Nummer eines Karten-Handys, um nicht identifiziert werden zu können.
- Geben Sie keine persönlichen Daten weiter ohne überprüft zu haben, mit wem Sie es zu tun haben.
- Geben, zahlen oder überweisen Sie kein Geld an Unbekannte oder einen Finanzvermittler ohne zu wissen, ob dieser über die notwendigen Befugnisse verfügt.
- Wenn man Sie auffordert zu schweigen, liegt der Verdacht sehr nahe, dass es sich um einen Betrug handelt. Sprechen Sie vielmehr in Ihrem Umfeld (Freunde, Familie, usw.) darüber und holen Sie den Rat eines Spezialisten ein (etwa den Ihrer Bank, wenn es darum geht, Ihr Erspartes zu investieren).
- Nutzen Sie auf Auktions-Websites gesicherte Transaktionen und lehnen Sie direkte Geschäfte mit Verkäufern ab.
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Föderaler Öffentlicher Dienst Wirtschaft, KMU, Mittelstand und Energie
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info@vsz.be
www.vsz.be
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- www.arnaques.be
- www.crioc.be
- www.econsumer.gov
- www.fedpol.be
- www.internet-observatory.be
- www.spamsquad.be
- „Mon identité m’appartient … ou pas ?“, „Argent facile…ment perdu!", „Des numéros de téléphone qui peuvent vous ruiner!“, „Des pratiques pas très nettes sur le net“, Föderaler Öffentlicher Dienst Wirtschaft, KMU, Mittelstand und Energie, 2006.
Die Faltblätter können kostenlos unter economie.fgov.be heruntergeladen oder telefonisch unter 02 277 51 11 angefordert werden.











